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Autoelektrik (Startseite) Brennstoffzellenzuletzt bearbeitet am 30.11.2005 |
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Prinzip Vorteile BZ-Typen PEMFC-Typ Wasserstoffversorgung Emissionen weitere Möglichkeiten Wasserstoffspeicherung Links |
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Prinzip |
Vorteile |
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Die im Bild dargestellte BZ hat insgesamt 8 Anschlüsse:
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Prinzip |
Vorteile |
BZ-Typen |
Vorteile |
BZ-Typen |
PEMFC - Typ |
Das Bild zeigt tabellarisch die fünf verschiedenen BZ-Typen, die zur Zeit bereits im Einsatz, in der Entwicklung bzw. vor dem Seriendurchbruch
sind.Einsatzgebiete für Brennstoffzellentypen | ||||||
| AFC | PEM | PAFC | SOFC | MCFC | DMFC | |
| mobil (z.B. in Fahrzeugen) | ||||||
| portabel (z.B. in Handys,u. Laptops) | ||||||
| häusliche Strom- und Wärmeerzeugung | ||||||
| stationäre Energieerzeug. mittlerer Leistungsbereich | ||||||
| stationäre Energieerzeug. großer Leistungsbereich | ||||||
BZ - Typen |
PEMFC - Typ |
Wasserstoffversorgung |
Hier erkennt man deutlich den Aufbau einer PEMFC-Zelle aus den drei Schichten:
Einen betriebsfertigen Stack zeigt das nebenstehende Bild. Die Leistung sollte zum Antrieb eines Standard-Pkws
ausreichend sein. Das Aggregat selbst ist wie man sieht extrem kompakt. Der Schichtaufbau ist deutlich zu erkennen.Ver- und
Entsorgungsleitungen sind in die Zellen integriert.
Die Folie selbst besteht aus einer 25 ... 50 mm dicken Polytetrafluorethylen
(PTFE). Um sie funktionstüchtig zu machen, wird sie von beiden Seiten mit je einer 5 ... 20 mm dicken
Schicht aus leitfähigem Grafit beschichtet, in das als Katalysator Platin-Nanopartikel eingebettet sind.
In der Anfangsphase verbrauchte man bis zu 40g Platin/m2,die Entwickler sind natürlich bemüht diesen kostenträchtigen Anteil bei
gleicher Wirkung zu verringern.PEMFC- Typ |
Wasserstoffversorgung |
Emissionen |

Die erforderlichen Verfahren zur Erzeugung, Transport und Lagerung von
Wasserstoff sind weitgehend ausgereift und werden großindustriell seit vielen Jahrzehnten sicher gehandhabt (Wasserstoff als Grundstoff
der chemischen Industrie).
Auch für den Kfz-Sektor werden bereits Verfahren erprobt : So betreiben die ARAL AG, BMW AG, Flughafen München und weitere
namhafte Firmen eine roboterbetriebene Wasserstofftankstelle für bereits im Einsatz befindliche Fahrzeuge. Dort wird auf
etwa -250°C abgekühlter flüssiger Wasserstoff (LH2 =liquid H2) in extrem wärmeisolierende Kraftstofftanks
in den Fahrzeugen gepumpt.
Eigenschaften von Wasserstoff |
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Wasserstoff ist wesentlich leichter als Luft und entweicht deshalb sehr schnell nach oben.
Zudem strahlt seine fast unsichtbare Flamme nur wenig Wärme ab.
Experten schätzen deshalb die von einem Wasserstofffahrzeug ausgehende Gefahr nicht höher ein als die bei einem Auto mit Benzintank.
Sollte es bei einem Unfall zu einem Leck kommen, brennt die hoch schießende Wasserstoffflamme innerhalb kurzer Zeit ab.
Dass der farb- und geruchlose Wasserstoff als hoch explosiv gilt, verdankt er seiner hohen Verbrennungsenergie und der Mindestzündenergie von 0,02 Millijoule.
Dieser Wert wird schon durch eine geringe elektrostatische Entladung erreicht.
Die Verbrennungsgeschwindigkeit beträgt 102 bis 346 Zentimeter pro Sekunde.
Die Zünd- oder Explosionsgrenze liegt zwischen 4 und 77 Volumenprozent - Wasserstoffgas ist also über einen weiten Bereich entzündbar.
Andererseits liegt die Detonationsgrenze zwischen 18 und 59 Volumenprozent.
Wasserstoff hat damit deutliche engere Detonations- als Explosionsgrenzen.
Das bedeutet: Bei früher Zündung brennt er ab, bevor die Detonationagrenzen und der dadurch ausgelöste Druckanstieg mit der Explosionswirkung erreicht werden.
Quelle: DC Hightech Report 2/2005) |
Der Reformer wandelt den Kraftstoff (z.B. Methan (Erdgas)) mit Hilfe von Wasser, Luft und Energie in Wasserstoff und
Kohlendioxid nach folgender Reaktionsgleichung:
Inzwischen hat es die Kfz-Industrie jedoch geschafft, alle Aggregate so zu verkleinern, dass sie z.B. im Sandwichboden der Mercedes A Klasse
(Necar4) untergebracht werden können.
Die DMFC schafft es offenbar, den Brennstoff Methanol direkt mit dem Luftsauerstoff unzusetzen. Methanol
ist zwar sehr giftig, lässt sich aber technisch ähnlich problemlos handhaben wie Benzin.Wasserstoffversorgung |
Emissionen |
weitere Möglichkeiten |
Abgaswerte werden nach einem bestimmten standardisierten Verfahren während einer Fahrsimulation (z.B. NEFZ
= Neuer Europäischer Fahrzyklus) auf dem Rollenprüfstand ermittelt. Die Begriffe Euro 2005
Otto bzw. Euro 2005 Diesel sind allgemeiner bekannt unter D4 Abgasnorm. ULEV und
SULEV (Super Ultra Low Emission Vehicle) sind zwei amerikanische (kalifornische) Abgasstandards .
Der Vergleich spricht für sich.
Die BMW AG erprobt auch BZ, jedoch nicht für den Kfz- Antrieb, sondern zur Unterstützung von Generator und Starterbatterie. Sobald das
Wasserstofftankstellennetz dicht genug ist, kann diese BZ den Akku und den Generator völlig ersetzen.
Im Bild links sind zwei normale Starterbatterien gestapelt, rechts daneben steht die BZ.
Emissionen |
weitere Möglichkeiten |
Wasserstoffspeicherung |
| Tabellarische Zusammenfassung verschiedener Heizwertangaben von Wasserstoff | |||
| unterer Heizwert H2 + 1/2 O2 -> H2O(gasf.) DH = 241,8 kJ/mol |
oberer Heizwert H2 + 1/2 O2 -> H2O(flüssig) DH = 285,8 kJ/mol |
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| 10,79 MJ/Nm3 | 3,00 kWh/Nm3 | 12,75 MJ/Nm3 | 3,54 kWh/Nm3 |
| 120,00 MJ/kg | 33,33 kWh/kg | 141,85 MJ/kg | 39,40 kWh/kg |
| 8,50 MJ/l LH2 | 2,36 kWh/l LH2 | 10,04 MJ/l LH2 | 2,79 kWh/l LH2 |
weitere Möglichkeiten |
Wasserstoffspeicherung |
Links |
Druckwasserstoffspeicherung ist die gängigste Form der Speicherung.
Üblicherweise liegen die Speicherdrücke bei 20-30 MPa. Es gibt auch Protoypspeicher für die Erprobung von 70 MPa Druckniveau.
Die heutigen Speichertanks werden aus Gründen der Gewichtsreduktion zumeist in Faserverbundbauweise gefertigt.
Eine Innenhülle aus Edelstahl oder Aluminium wird von Glas- u./o. Kohlenstoffasern umwickelt, welche in einem Harz eingebettet sind.
Es gibt auch bereits Tanks, die vollständig aus Kunststoff gefertigt sind, bei welchen also die Innenhülle aus einer weitestgehend
gasdichten Kunststoffolie besteht. Gegenwärtig werden die meisten neuen Tanks sowohl für Erdgas als auch für Wasserstoff zugelassen.
Die flüssige Form der Wasserstoffspeicherung ist die massenbezogen beste Speichermethode (siehe Raumfahrteinsatz).
Die Infrastrukturanforderungen sind hoch, da es sich um eine Tiefsttemperaturspeicherung bei -253oC (20 K) handelt. Die Speichersysteme,
Transferleitungen und Tankkupplungen müssen superisoliert sein, um ein schnelles vorzeitiges Verdampfen des flüssigen Wasserstoffs zu vermeiden
bzw. hinauszuzögern. Vorteil der kryogenen Wasserstoffspeicherung ist die Erzielbarkeit schneller Betankungszeiten (LH2-PKWs lassen sich bereits heute
mit 125 l LH2 in weniger als 3 Minuten betanken).
Bei der Speicherung von gasförmigem Wasserstoff (0 - 6 MPa, je nach Auslegung) in Metallhydriden erfolgt die Anlagerung des
Wasserstoffs an metallischen Legierungen. Das Speicherverfahren erlaubt eine weitestgehend verlustfreie Speicherung über die Zeit.
Nachteil des Metallhydridspeichers ist, daß zur Wasserstofffreisetzung je nach Legierung teilweise hohe Temperaturen benötigt werden.
Vorteil des Metallhydridspeichers ist seine relative hohe volumenspezifische Speicherdichte, Nachteil seine niedrige massenspezifische Speicherdichte.
Neue Entwicklungen in Japan und Québec (Kanada) zielen darauf ab, dieses Verhältnis zu verbessern, von heute etwa 1,7% auf etwa 4,5% H2-Masse bezogen
auf Legierungsmasse.
Grafitnanofaserspeicherung: An der Northeastern University in Boston ist gegenwärtig ein Verfahren in Entwicklung, welches alle bisherigen
Wasserstoffspeicherverfahren übertreffen soll. Wasserstoff lagert sich dabei in mehreren Lagen auf Grafitfasern mit Querschnitten von 5-100
Nanometern und Längen von 5-100 Mikrometern an. Der Anlagerungsmechanismus ist noch nicht geklärt. Es wird vermutet, daß sowohl Absoprtion als auch
Adsorption stattfindet Die Beladung des Speichers erfolgt unter Drücken von 13,6 MPa in einem Zeitraum von zwischen 4 h und 24 h.
Der Speicherdruck soll bei 4-5 MPa liegen. Bei einem Speicherdruck über ca. 3 MPa kann der Speicher den eingelagerten Wasserstoff bei Raumtemperatur
behalten. Wird der Druck reduziert, können bis zu 95% der eingelagerten Wasserstoffmenge wieder freigesetzt werden.
In Grafitnanofaserspeichern (GNF) sollen zwischen 7,5% und 75% des Carbongewichts in Form von Wasserstoff gespeichert werden können.
Carbonnanotubes haben in den USA und in der BRD die Speicherfähigkeit von 10%-15%-Gewicht bereits nachgewiesen.
In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob die hohen prognostizierten Werte für GNF erreicht werden können.
Ein GNF-Fahrzeugtank von etwa 25 l Volumen und 15 kg Grafitmasse soll einem viersitzigen Kleinwagen mit Brennstoffzellenantrieb konservativ
gerechnet mindestens 1.500 Kilometer Reichweite ermöglichen, evtl. auch deutlich mehr (es wird vom bis zu 4-Fachen, also 6.000 km, gesprochen).
Sofern die ‘Betankung’ des Fahrzeugs durch das Auswechseln von Kartuschen bewerkstelligt werden kann, könnte diese bei den regulären Wartungsintervallen
erfolgen bzw. durch den Nutzer selbst. Tankstellen im eigentlichen Sinne wären somit für eine Kraftstoffversorgung möglicherweise gar nicht mehr
erforderlich.
Die verbrauchte Lösung wird in einem 2. Tank gespeichert und später unter Energieeinsatz wieder aufbereitet.
Wasserstoffspeicherung |
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