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Autoelektrik (Startseite) GleichstrommotorenLorentzkraft und Motorprinzip |
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Lorentz-Kraft Lorentz-Schaukel Anwendungen der Lorentz-Kraft Motorprinzip vielpolpaarige GS-Motoren Drehmoment - Formeln |
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Lorentz-Kraft |
Lorentz-Schaukel |
Diese Ablenkkraft (F) tritt bei ruhenden elektrischen Ladungen nicht auf. Durch weitergehende Experimente
entdeckte er folgenden Zusammenhang:Lorentz-Kraft |
Lorentz-Schaukel |
Anwendungen der Lorentz-Kraft |
Die Lorentz-Kraft lässt sich sogar sehr effektvoll nachweisen. Dazu wird das im Bild dargestellte Experiment aufgebaut:Lorentz-Schaukel |
Anwendungen der Lorentz-Kraft |
Motorprinzip |
Anwendungen der Lorentz-Kraft |
Motorprinzip |
vielpolpaarige GS-Motoren |
Durch die blau gezeichnete Leiterschleife wird nun ein Gleichstrom gejagt, der im oberen Teil nach links fliesst und im unteren wieder zurück nach
rechts. Im Querschnitt des Motors sieht man von der Leiterschleife nur die beiden Querschnittsflächen oben und unten im Rotor. Dort ist oben das
Kreuz eingezeichnet (Stromrichtung in die Bildebene hinein) und unten der Punkt (Stromrichtung aus der Bildebene auf den Betrachter zu).
Der Rotor mit der Leiterschleife befindet sich in dem Feld eines Permanentmagenten. Dieses Magnetfeld ist hier vertikal gerichtet und wird als
homogen ( an allen Stellen herrscht dieselbe Feldstärke, dieselbe Flussdichte und dieselbe
Feldrichtung) angenommen. Der elektrische Strom durch die Leiterschleife bedeutet aber bewegte elektrische Ladungen (Elektronen im
Kupferdraht). Die Richtung des Stroms bildet mit dem Magnetfeld einen rechten Winkel. Somit wirkt auf jedes bewegte Elektron und damit auf den
gesamten oberen Drahtabschnitt nach Lorentz eine Ablenkkraft, die quer zur Bewegung und quer zum Magnetfeld gerichtet ist. Hier ist diese Kraft
nach rechts eingetragen.
Den Drehmomentverlauf über den Drehwinkel dieses Motors zeigt die Abbildung. Bemerkenswert ist, dass das
Drehmoment sinusförmig alle 180° von Null zum Drehmomentmaximum steigt und wieder auf Null sinkt, was natürlich kein
angenehmer Motorrundlauf ist. Dieses Verhalten ist vergleichbar mit dem Drehmomentverlauf eines
1-Zylinder Verbrennungsmotors, wobei der sogar noch ungleichmäßiger dreht, da ja nur im Arbeitstakt Drehmoment an
die Kurbelwelle abgegeben wird, aber in den anderen drei Takten sogar Drehmoment der Kurbelwelle entzogen wird zum
Ausstoßen, Ansaugen und Verdichten, das heißt diese Drehmomentkurve liegt sogar zu
3/4 eines Arbeitsspiels im negativen Bereich!)
Anstelle des Kollektors und Gleichstrom könnte man den Motor auch mit dem rechts im Bild gezeichneten Doppelschleifringsystem
als Wechselstrommotor betreiben. Wenn man dafür sorgt, dass der Motor einmal in den Takt der
Wechselstromfrequenz kommt, läuft er selbsttätig mit genau dieser Drehzahl weiter. Auf diese Weise arbeiten Synchronmotoren
, die sich synchron (= im gleichen Takt) zur eingespeisten Wechselstromfrequenz drehen. Der hier gezeichnete Modellmotor hätte also am
Haushaltsnetz eine Drehzahl von genau 50 Umdrehungen/ Sekunde ( = 3000/min). Diese Maschine würde sogar rechtsherum genauso laufen wie
linksherum, je nachdem, wie sie angeworfen wird.
Motorprinzip |
vielpolpaarige GS-Motoren |
Drehmoment - Formeln |
Der im vorigen Abschnitt gezeigte Motor hatte im Rotor (= Anker = Läufer) genau eine Leiterschleife. Solche Motoren nennt man auch
einpolpaarig. Im Gegensatz dazu hat der hier gezeigte Motor zwei um 90° versetzte Leiterschleifen (blau und orange) und einen
4-geteilten Kollektors oder Kommutators( = Stromwender ). Bei dieser Konstruktion wird immer nur eine Leiterschleife vom Strom durchflossen, allerdings wechseln sich die
beiden Leiterschleifen zunächst nach 45° Drehung danach alle 90° ab. Auf diese Weise wird das abgegebene Drehmoment wesentlich gleichmäßiger.
In dieses Diagramm ist blau / rot der bereits bekannte Drehmomentverlauf eines einpolpaarigen Läufers gezeichnet. Die orange / rote Linie stellt den
Drehmomentverlauf dar, wenn es nur die einpolpaarige orangefarbene Leiterschleife im Rotor gäbe. Im zweipolpaarigen Läufer
sind aber beide Leiterschleifen vorhanden und so geschaltet, dass sie sich jeweils an den Kreuzungspunkten der beiden Drehmomentkennlinien
abwechseln. Als Resultat bleibt genau der rot eingezeichnete Drehmomentverlauf übrig. Der Unterschied zwischen minimalem und maximalem
Drehmoment ist jetzt längst nicht mehr so groß wie beim einpolpaarigen Läufer. Die Gleichmäßigkeit kann man natürlich durch größere
Polpaarzahlen weiter steigern.
Dies wiederum ist vergleichbar mit dem umso ruhigeren Lauf eines Verbrennungsmotors, je größer die Zylinderzahl ist.
vielpolpaarige GS-Motoren |
Drehmoment - Formeln |
Seitenende |
Wovon hängt das Drehmoment eines Gleichstrommotors ab? | |
M = F * r | Das Drehmoment ist gleich Kraft mal Hebelarm. |
M = 2* F * r | In diesem Fall erzeugt der untere und der obere Leiterschleifenabschnitt dasselbe Drehmoment. |
M = F *d | d = 2 * r, Der Läuferdurchmesser ist gleich dem doppelten Läuferradius. |
Von welchen Bedingungen hängt die Kraft F ab? | |
M = B * I * l * N * cos(a) *d |
B : magnetische Flussdichte I : Stromstärke durch die Leiterschleife l : Länge der Leiterschleife im Magnetfeld. Das ist insofern plausibel, da die Lorentz-Kraft auf umso mehr Elektronen wirkt, je länger die Leiterschleife im wirksamen Magnetdfeld ist N : Anzahl der Windungen auf dem Läufer. Normalerweise baut man den Läufer nicht nur mit einer einzigen Windung sondern mit mehreren. Diese Formel gilt für einen permanenterregten Gleichstrommotor. |
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