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Autoelektrik (Startseite) GeneratorenSpannungsregelungzuletzt bearbeitet am 07. 10. 2003 |
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Spannungregler mit Kohlebürstenbilden meist ein kompaktes Bauteil, das direkt auf oder unter dem Schleifringlagerschild verbaut wird
und meist leicht zu wechseln ist. Der Verschleiß an den Kohlebürsten ist so gering, dass das Teil meist ein Autoleben lang nicht getauscht werden muss. Der Spannungsregler
ist wartungsfrei und nur im Falle eines Defekts fällt er überhaupt auf.
In Schaltplänen wird der Spannungsregler mit dem abgebildeten Symbol dargestellt. Die Anschlüsse scheinen klar D+,
DF (Dynamo Feld) und D- zu sein, schwierig wird´s erst, wenn man am realen Bauteil die Anschlüsse bestimmen muss.
Die nebenstehende Schaltung zeigt, dass der Erregerstrom im Normalbetrieb (Motor läuft) aus den Ständerwicklungen (10) kommt, über die Dioden (22, 23, 24) an D+ (4) fließt, und weiter über die
Erregerwicklung zum Anschluss DF (2) des Reglers um diesen am D- Anschluss (3 ) nach Masse zu verlassen. Der Stromkreis wird durch die Dioden (19, 20, 21) zu den Ständerwicklungen
geschlossen.Bauteil |
Regelung |
Reglertest |
Die Prinzipschaltung des Transistorreglers zeigt die linke Abbildung. Dabei wird nur die Grundfunktion der Spannungsregelung gezeigt. Diese soll nun näher erklärt werden:
| Komponente | Funktion | Erläuterung |
| Widerstand R1 | R1 begrenzt den Basisstrom durch T1 und den Strom durch die Zenerdiode D1. | Beide Ströme sind natürlich identisch! Wenn die Zenerspannung überschritten wird, leitet die Zenerdiode in Sperrichtung und der Strom fließt von D+ über R1 und D1 weiter an die Basis von T1 und über den Emitter von T1 an D- (=B- / 31). |
| Widerstand R2 | R2 begrenzt den Arbeitsstrom durch T1 oder den Basis durch die T2. | Der Arbeitsstrom von T1 fließt von D+ über R2 durch Kollektor und Emitter von T1 nach D-. Der Basisstrom von T2 fließt von D+ über R2 durch die Basis und Emitter von T2 nach D-. Unter keiner Bedingung fließen diese beiden Ströme gleichzeitig, sondern immer nur einer von beiden. |
| Widerstand R3 | R3 bildet gemeinsam mit R1 einen Spannungsteiler (siehe Reihenschaltung). |
Die gerade anliegende Spannung zwischen D+ und D- wird von den beiden Widerständen aufgeteilt in zwei Teilspannungen deren Verhältnis gleich dem Widerstandsverhältnis ist. |
| Z-Diode D1 | D1 bildet mit dem Spannungsteiler den Sollwert der Regelung. | T1 sperrt solange sein Basisstrom nicht fließen kann. Dieser kann nur fließen, wenn an der Z-Diode die Zenerspannung überschritten ist. Somit hängt der Zustand T1 (sperrt oder durchlässig) von folgenden Größen ab:
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| Transistor T1 | T1 ist sozusagen der Steuertransistor für T2 | Denn wenn gerade T1 Strom vom Kollektor zum Emitter durchlässt, ist die Spannung zwischen den Punkten 2 und 3 und ebenso die Spannung
zwischen den Punkten 2 und 4 viel zu klein (<0,7V), als dass der Basisstrom von T2 fließen könnte. Wenn T1 durchlässt, sperrt T2. Aber wenn gerade T1 Strom vom Kollektor zum Emitter sperrt, ist die Spannung zwischen den Punkten 2 und 3 und ebenso die Spannung zwischen den Punkten 2 und 4 groß genug (>=0,7V), so dass der Basisstrom von T2 fließen kann. Wenn T1 sperrt, ist T2 durchlässig. |
| Transistor T2 | T1 ist sozusagen der Steuertransistor für T2 | Denn wenn gerade T1 Strom vom Kollektor zum Emitter durchlässt, ist die Spannung zwischen den Punkten 2 und 3 und ebenso die Spannung
zwischen den Punkten 2 und 4 viel zu klein (<0,7V), als dass der Basisstrom von T2 fließen könnte. Wenn T1 durchlässt, sperrt T2. Aber wenn gerade T1 Strom vom Kollektor zum Emitter sperrt, ist die Spannung zwischen den Punkten 2 und 3 und ebenso die Spannung zwischen den Punkten 2 und 4 groß genug (>=0,7V), so dass der Basisstrom von T2 fließen kann. Wenn T1 sperrt, ist T2 durchlässig. |
| Diode D2 | D2 ist eine Löschdiode oder Kurzschlussdiode | Für den Erregerstrom bildet die Diode eine Sperre.Er kann nicht direkt von D+ über D2 nach DF fließen, sondern muss sich über die parallel zu
D2 geschaltete Erregerwicklung quälen und dort ein Magnetfeld erzeugen. Wenn T2 den Erregerstrom unterbricht, bricht in der Erregerwicklung das Magnetfeld rasch zusammen. Durch Selbstinduktion erzeugt die Erregerwicklung in diesem Moment eine Spannung von durchaus mehr als 30V, die auch noch der ursprünglich angelegten Spannung entgegengesetzt gerichtet ist. Die Erregerwicklung wird also zu einer Spannungsquelle. Der entstehende Spannungsimpuls bzw. der damit verbundene Strom kann die nun in Durchlassrichtung wirkende Diode D2 passieren und es gibt einen Kurzschlussstromkreis zwischen den Erregerwicklungsanschlüssen und denen der Diode D2. Die Löschdiode schützt damit das Bordnetz vor hohen und falsch gepolten Spannungsimpulsen beim Abschalten des Erregerstroms. |
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Hier eine schematische Beschreibung des Regelvorgangs: Generatorspannung unter der Regelspannung (U <14,4V) Þ Spannung zwischen D+ und D- ist auch unter 14,4V. Þ Z-Diode sperrt, da die Zenerspannung nicht erreicht wird Þ Durch T1 kann kein Basisstrom fließen. ÞT1sperrt Þ die Spannung zwischen Punkt 2 und Punkt 4 ist hoch (>0,7V) Þ der Basisstrom von T2 fließt Þ der Arbeitsstrom von T2 (= Erregerstrom) fließt . Þ das Magnetfeld im Generator wird kräftiger Þ die Generatorspannung steigt. ÞGeneratorspannung größer als die Regelspannung (U >14,4V) Þ Spannung zwischen D+ und D- ist auch größer als 14,4V. Þ Z-Diode lässt durch, da die Zenerspannung erreicht wird Þ Durch T1 kann der Basisstrom fließen. ÞT1 lässt seinen Arbeitsstrom durch Þ die Spannung zwischen Punkt 2 und Punkt 4 ist fast 0V (<0,7V) Þ der Basisstrom von T2 kann nicht fließen. Þ der Arbeitsstrom von T2 (= Erregerstrom) ist gesperrt. Þ das Magnetfeld im Generator bricht zusammen Þ die Generatorspannung sinkt. ... |
Dieser Regler unterscheidet sich vom oben gezeigten durch:
Regelung |
Reglertest |
Seitenende |
Zum Test eines Reglers beachten Sie natürlich, dass es grundsätzlich 2 verschiedene Reglertypen gibt:
Die Grundfunktion eines ausgebauten Reglers kann man mit einer 12V Lampe und einem einstellbaren Gleichspannungsnetzteil (0V ... 20V) relativ leicht testen.![]() |
Quickstart | ![]() |
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