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Glimmlampe Selbstinduktion Wagnerscher Hammer Trafo Hochspannungserzeugung |
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Glimmlampe |
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Glimmlampen leuchten nicht durch einen zum Glühen gebrachten Metalldraht, sondern durch zum Leuchten angeregte Gasatome
(z.B. Neon) Das Symbol der Glimmlampe soll auch verdeutlichen, dass es keine metallisch leitende Verbindung zwischen den beiden
Lampenanschlüssen gibt.Der Strom wird durch das leitfähig gewordene Gas (ionisiertes Gas) von
einer Elektrode zur anderen transportiert. (Ähnlichkeiten mit der Zündkerze sind durchaus erwünscht!)Glimmlampe |
Selbstinduktion |
Wagnerscher Hammer |
Hier wird eine Spule (z.B. 1000 Windungen) über eine Schalter an eine Starterbatterie angeschlossen. Parallel zur Spule ist
die Glimmlampe (Zündspannung 110V) geschaltet.Wird der Schalter betätigt. so fließt Strom durch die Spule aber nicht durch die Glimmlampe, denn
dafür ist die Spannung zu niedrig. Beim Abschalten passiert auch nichts Unerwartetes. Erst wenn man die Spule über einen Eisenkern schiebt, der
am besten auch noch in sich geschlossen ist, dann kann man beobachten, wie beim Abschalten des Spulenstroms die Glimmlampe
kurz aufleuchtet.Selbstinduktion |
Wagnerscher Hammer |
Trafo |
Diese Maschine besteht aus dem Akku, der Spule mit Eisenkern und einem Schalter (Öffner), der von der Feder in die Ruhelage gezogen und vom
Magnetfeld geöffnet wird. Damit hat diese relativ primitive Maschine ein interessantes Verhalten: Durch den fließenden Strom, wird ein Magnetfeld
erzeugt, das den Schalter öffnet. Dadurch bricht das Magnetfeld jedoch zusammen und der Schalter .... (na, sie können es sich schon denken). Dieses
Prinzip nutzen z.B. bei Rasierapparate, elektrische Zahnbürsten, kleine Membranpumpen, Klingeln und Vibratoren.
Schließt man nun parallel zur Spule wieder die bereits bekannte Glimmlampe, so braucht man keinen mehr, der den Spulenstrom ständig ein- und
ausschaltet, um die Lampe dauernd am Leuchten zu halten. (Anstelle der Glimmlampe können Sie, sofern Sie keinen
Herzschrittmacher benötigen, auch gerne mal selbst die Spulenanschlüsse herzhaft anfassen!) Dieses Prinzip wird in Elektrisiergeräten und
Elektroschockern soweit vervollkommnet, dass Spannungen von einigen tausend Volt entstehen.Wagnerscher Hammer |
Trafo |
Hochspannungserzeugung |
Diesen Sprung schafft man mit Hilfe eines Transformators. Ein Trafo besteht aus zwei Spulen, die auf einen
gemeinsamen Eisenkern gewickelt sind. Die eine Spule (rot) hat die Windungszahl N1 und wird Primärwicklung genannt, die
blaue Spule hat N2 Windungen und heißt Sekundärwicklung. Legt man nun die Primärwicklung eine Wechselspannung von U1 V
an, so fließt durch die Primärwicklung der Primärstrom von I1 A. Da der Wechselstrom in der Primärwicklung ständig seine Richtung ändert, wird
auch das Magnetfeld ständig umgepolt. Entsprechend dieser zeitlichen Änderung des Magnetfelds wird in der Sekundärwicklung die Spannung U2
induziert, die durch den Widerstand einen Strom von I2 A fließen lässt.| Trafogleichungen |
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idealer Trafo
ohne Verluste Wirkungsgrad 100% |
P1 = P2U1 * I1 = U2 * I2N1/N2 = U1 / U2
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| realer Trafo
Verluste Wirkungsgrad unter 100% (gute Trafos kommen auf Wirkungsgrade bei 95%) und es gilt: |
P1 = eta *P2P1 = P2 + Pv
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| Übersetzungsverhältnis |
i = U1 / U2i = N1 / N2i = I2 / I1 |
| P1
Primärleistung,
U1 Primärspannnung I1 Primärstrom N1 Primärwindungszahl i Übersetzungsverhältnis |
P2 Sekundärleistung
U2 Sekundärspannung I2 Sekundärstrom Pv Verlustleistung N2 Sekundärwindungszahl eta Wirkungsgrad |
| Verluste im Trafo |
| Verlustart |
Kupferverluste |
Eisenverluste |
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| Ursache | ohm´schen Widerstand der Kupferwicklung |
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| Verminderung der Verluste durch: | großer Drahtquerschnitt |
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Stülpt man nun über die Wicklung aus dem vorigen Kapitel eine Sekundärspule (rot) mit 100 mal mehr Windungen als die Primärwicklung (schwarz)
hatte. so wird der Selbstinduktionseffekt mit dem Trafoeffekt kombiniert. Schließt man dann an die Sekundärwicklung eine
Funkenstrecke (zwei sich gegenüberstehende Metallnadeln, die sich nicht berühren), so kann man mit dieser Anordnung
phantastische Funken mit Funkenzahlen von einigen 1000 pro Minute erzeugen. Aus der Länge der Funken (ca. 30mm) kann man
schließen, dass die Spannung an der Sekundärwicklung mindestens 90kV betragen haben muss, denn man rechnet mit etwa 3000V, die für jeden
mm Funkenstrecke in normaler Atmosphäre erforderlich sind.
Trafo |
Hochspannungserzeugung |
Seitenende |
Das nebenstehende Diagramm gibt eine Zusammenfassung der Prozesse zur Erzeugung der Zündspannung in der Zündspule wider. Deutlich wird,
dass ein zweistufiger Prozess vorliegt, wobei allerdings beide Prozesse gleichzeitig ablaufen.
Damit ist die Frage geklärt, wie man es schafft, aus der Bordnetzspannung von 12V ... 14V eine Zündspannung von bis zu 40kV zu zaubern.
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